Dienstag, 22. Juli 2014

Die Jagd durch die Heide.....

Bei absolut sommerlichen Temperaturen jagte uns der "Haarige Bär aus der Nordheide" 100 km durch die Heide, bis wir mit einem 85 km Anlauf den alles entscheidenden Sprint am Ortsschild Wesel ausfuhren.

Durch das perfekte Zusammenspiel von Form, Talent und absoluter Willenskraft  ließ er keinen Zweifel aufkommen, wer das virtuelle grüne Trikot heute mit nach Hause nehmen durfte.

Und die nächsten Trainingseinheiten und RTFs sind fest geplant. Es geht also weiter......

Sonntag, 20. Juli 2014

RTF Alma Mater

Nach zwei intensiven Trainingseinheiten in dieser Woche wurde die Legende heute schon wieder bei mörderischen Temperaturen in der Kopfgruppe der RTF gesehen......

Hier ein Archivfoto - er war heute einfach zu schnell fürs Objektiv....

Donnerstag, 17. Juli 2014

He is back - die Legende !

 
.....nur die Dämmerung hat ihn nach 100 km gestoppt......


Samstag, 12. Juli 2014

Tour de Wendland 2014

Ich hatte schon viel von der Tour de Wendland gehört und gelesen. Als motivierter Radsportler muss man da mal mitgefahren sein. Dieses Jahr fand die 20. Ausgabe und damit die Jubiläumstour statt. Fred Kerlin vom Team Bergamont hatte mich schon früh zu einer Teilnahme überreden wollen, aber leider ergab sich terminlich für mich eine Startmöglichkeit erst kurzfristig. Dadurch konnte ich als Nachmelder auf der 2. und 3. Etappe starten. Und es war hart, hat aber großen Spaß gemacht und für 2015 motiviert. Daniela begleitete mich den ganzen Tag und war meine Betreuerin, sogar Erhard von Blau-Weiß Buchholz war morgens mit dem Fahrrad nach Hitzacker gekommen und fuhr nach dem Rennen wieder zurück. Mal eben locker insgesamt über 200 km. Er reichte uns am Berggipfel frische Getränkeflaschen. Vielen Dank den beiden dafür.

Fred hatte am Freitag abend bereits den Prolog hinter sich und wir reisten am Samstag morgen rechtzeitig an. Parkplätze gab es reichlich an der Jugendherberge Hitzacker. Dort war auch Start/Ziel, oben auf dem Berg. Die Strecke war nicht vollgesperrt, sondern nur gesichert. Der Autoverkehr wurde durch Begleitfahrzeuge und Motorradstaffel gewarnt und um Rücksicht gebeten. Und alles hat gut geklappt. Das Fahrerfeld war sehr hochklassig, das hörte ich schon von Fred. Da unterhielten sich die Fahrer über die Deutsche Meisterschaften, Oderrundfahrt oder unterhielten sich über ihre bisherigen Kilometerleistungen im Jahr. Der Führende erzählte von 15.000 km bis zum Juni dieses Jahres. Und ich dachte, ich wäre fit....


Vom Start weg ging es mit knapp 85 km/h den Berg runter in eine 90 Grad Kurve, die nur einspurig für uns freigegeben war. Aber alle fuhren diszipliniert und das Rennen konnte beginnen. Wie zu erwarten kontrollierte das Team OSC Potsdam das Geschehen und nur verhaltene Ausreissversuche blieben erfolglos. Ich wollte Fred, falls notwendig, etwas unterstützen, da er sich das Podium vorgenommen hatte und natürlich selbst so gut es geht abschneiden. Erhard reichte uns perfekt die Flaschen, so kamen wir ganz gut durch. Auch der Kniepenberg ließ sich gut fahren. Nach der vierten Runde wollte ich im Schlußanstieg nochmal für alles das Rennen härter zu machen, bzw. eine kleine Attacke probieren. Meine Hoffnung war, dass Fred sich vielleicht wiederum mit einer kleinen Gruppe aus einer Konterattacke hätte lösen können. Ich fuhr den gesamten Anstieg im hohen Tempo von vorne. Die Wattzahlen waren jenseits von gut und böse. Aber das Feld war nicht zu zerreißen. (sieht man im Video).



In der letzten Runde kam es ohne Vorwarnung zu einem heftigen Unwetter. Durch Starkregen waren auf einmal die Straßen komplett unter Wasser, die Sicht bei Null und gefühlt ein Temperatursturz auf 10 Grad. Alle Fahrer hatten zu kämpfen und das Feld zerriss komplett. Der Regen war richtig schmerzhaft und durch den Regen wurde das Salz vom Schweiß in die Augen gespielt. Ein Wunder, dass nichts passierte. Ich rief Fred nur zu, einfach immer geradeaus fahren. Das gelang uns auch und wir waren rechtzeitig zum Schlussanstieg wieder sortiert. Da ging dann auf dem letzten Kilometer richtig die Post ab. Für mich dann leider etwas zu schnell. Erst war ich unglücklich eingeschlossen und dann fehlte die letzte Kraft ganz vorne reinzurollen. Somit wurde es Platz 38 (18. AK), 10 sec. hinter dem Sieger. Auf 100 km, mit ca. 1000 hm ein 40iger Schnitt. Fred erreichte den 6. Platz.


Nach dem Rennen ging es dann sofort an die Regenration. Laktat aus der Muskulatur abbauen und möglichst die Speicher auffüllen. Ich fuhr mich 15 min auf der Rolle aus und  Daniela hatte viele Köstlichkeiten vorbereitet, die für ein schnelles Auffüllen der Speicher sorgte. Dann hieß es warten auf die 3. Etappe.


Bericht für die 3. Etappe folgt.....


Nach 5 Stunden Pause startete die 3. Etappe in Lüchow als Rundstreckenkriterium. 30 Runden a 1,5 km. Jetzt hieß es erstmal die Beine wieder locker bekommen. Zum Glück hatte ich reichlich Wechselklamotten und auch ein zweites Paar Schuhe mit. Daniela und ich verbrachten die letzte Stunde bis zum Rennen in einem Cafe und hofften auf Wetterbesserung. Durch heftige Gewitterschauer mit Starkregen und Sturm war gar nicht an Radsport zu denken. Ich war kurz davor nach hause zu fahren. Aber rechtzeitig eine Stunde vor dem Start hörte es auf und die Strecke trocknete ab. Also konnte es wieder losgehen. Ab aufs Rad und warmfahren.

Danach habe ich sicherlich einen Fehler gemacht, ich stand am Start etwas zu weit hinten, die vorderen Starter hatten sich schon früh aufgestellt, so dass die ersten Plätze vergeben waren. Das wäre auf dem Kurs aber wichtig gewiesen, denn die ersten 10 Runden bis zum ersten Wertungssprint wurde richtig an den Hörnern gezogen. Da hieß Antritte, Antritte und nochmal Antritte. Einfach in der Gruppe überleben. In der 10., 20. und 25. Runde wurden Wertungssprints gefahren führ Zeitgutschriften von max. 20 sec. Ich hatte mir fest vorgenommen mind. bei einem Sprint auch voll mit reinzuhalten. Zumal die Beine sich noch sehr gut anfühlten und das Tempo grundsätzlich kein Problem darstellte.

Am Ende meiner Attacke
Aber es gestaltete sich einfach zu schwierig am Kopf der Gruppe ins Sprintgeschehen einzugreifen. Zu hochklassig waren dort die Fahrer und zu eng der Kurs. Also wollte ich alles auf die letzte Sprintwertung setzen und attackierte in der 24. Runde an der gesamten Gruppe vorbei. Ein Fahrer folgte, wollte aber keine Ablösung fahren. Da das ganze bei Tempo 50+ erfolgte ging mein Motor auch hoch, bevor wir überhaupt in die letzte Wertungsrunde gingen. Schade, aber ich wollte es einfach probieren. Danach war auch der Motor etwas überdreht, so dass ich die letzten 5 Runden nur noch am Ende der Spitzengruppe mit ins Ziel rollte.  Das bedeutet Platz 46 (18. AK), 10 sec. hinter dem Sieger. Fred wurde 18. (12. AK).

Das hat riesig Spaß gemacht, war ein sehr hohes Niveau. Ich war hinterher nicht mehr traurig, am Sonntag nicht zum Einzelzeitfahren zu müssen. Aber 2015 bin ich vielleicht wieder dabei, und dann möchte einen Platz unter den top ten meiner Altersklasse.

Hier gibt es Ergebnisse.

Es gibt auch noch reichlich Fotos bei Facebook, insbesondere von der 3. Etappe.

Ergänzung am Sonntag: Fred hat seinen 3. Platz der Gesamtwertung AK auch nach dem abschliessenden Einzelzeitfahren gehalten. Herzlichen Glückwunsch!

Sonntag, 6. Juli 2014

17. Großer Preis der Sparkasse zu Lübeck

Für die Etappen der Tour de Wendland am nächsten Wochenende wollte ich (Kay) heute nochmal ordentlich auf die Tube drücken. Dazu bot sich ein schönes Rennen in Lübeck an. Leider war von unserem Team niemand zu begeistern, also hielt ich unsere Fahne einsam hoch. Vielen Dank an der Stelle an Daniela, Fina und Nick, die mich zur Unterstützung begleiteten, obwohl man bei dem Wetter sicherlich lieber irgendwo in der Eisdiele oder am Pool gesessen hätte.

22 Fahrer hatten letztendlich gemeldet. Natürlich auch unsere Freunde vom Team Hackmann univativ. Beim Warmfahren besprachen wir auch kurz "unsere" Taktik. Von Beginn an wollten Oliver, Thorsten und ich das Tempo hochsetzen und eine frühe Flucht starten. Es mussten 15 Runden a 1,75 km gefahren werden. Da sollte man nicht lange warten. Aber es kommt ja selten so, wie man es plant.

2 Runden lang konnten Oliver und ich vom Start tatsächlich ein Loch nach hinten aufreißen. Dann wurden wir wieder geschluckt. Es war aber auch hart, bei fast 34 Grad und einem Kurs, der immer wieder Antritte forderte. In der vierten Runde kam es in einem Kreisel vor mir zu einem Sturz. Christian Haase vom FC St. Pauli kam durch einen Fahrfehler direkt vor zu Fall und rutschte nach aussen. Doof für mich, da fuhr ich nämlich. Ich rettete mich mit einem Sprung auf den Kantstein und von da weiter in ein Blumenbeet mit Hackschnitzel. Damit hatte ich erstmal meinen Platz vorne verloren. Thorsten und Oliver vom Team Hackmann univativ ergriffen sofort die Chance und fuhren als Zweiergruppe ins Ziel. Herzlichen Glückwunsch, immerhin mit einem 41er Schnitt eine tolle Leistung.

Nach kurzer Zeit war ich mit den abgehängten hinter dem Sturz wieder in der Hauptgruppe. In der letzten Runde bat ich Andreas Fricke vom Team Hackmann univativ für mich den Sprint anzufahren, was er auch machen wollte. Aber knapp 800 m vor dem Ziel lancierten zwei Fahrer aus Büdelsdorf eine letzte Attacke, welche egalisiert werden musste. Das nutzte ich dann für meine Schlußattacke. 200 m vor dem Ziel kam eine 90 Grad Kurve. Die fuhr ich in vollem Tempo, Millimeter am Kantstein vorbei. Ausser Gunnar Sieg konnte ich alle überraschen und ein größeres Loch reißen. Aber einen Meter vor dem Ziel war der Motor im tiefroten Bereich und Gunnar konnte aus dem Windschatten um eine Mantelbreite den 3. Platz für sich gewinnen. Sehr schade, so knapp am Podium vorbei.

Der Drittplatzierte Gunnar Sieg kam nach dem Rennen und wollte sich für den knappen Sprint aus dem Windschatten entschuldigen. Aber kein Problem Gunnar, ich hätte es nicht anders gemacht. :-)



Nächsten Samstag warten zwei Etappen der Tour de Wendland. 2 harte Rennen über 100 km hügelig und abends ein Rundstreckenrennen über 45 km. Ich bin gespannt.





Ca. 100 Fotos gibt es bei Facebook.

Sonntag, 22. Juni 2014

Unfälle und die Folgen....

Leider ist es im Team in letzter Zeit vermehrt zu Stürzen gekommen.

Angefangen bei Jörn und Christian in Pötenitz, letzte Woche dann ich bei der RTF, wo ich mir erhebliche Schürfwunden am Knie, Unterarm, Schulter und Daumen zugezogen habe. Nun jetzt Sonntag auch noch Daniela, die ebenfalls erhebliche Schürfwunden an Knien, Unterarm, Hüfte und ein blaues Auge davon getragen hat.

Aber vor allem muss mal die Wichtigkeit eines Helmes erwähnt werden. Alle hatten wir einen auf und somit sind alle glimpflich davon gekommen. Die Helme von Daniela und mir sind mehrfach gebrochen.

Ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn wir alle keinen aufgehabt hätten.

Ich kann da echt nur an alle appellieren, den Helm aus Bequemlichkeit oder Eitelkeit nicht wegzulassen. Ich glaube mir und auch Daniela hat er eine ganze Menge erspart...

Das ist ein Aufruf von Nadiné

Samstag, 21. Juni 2014

Mein erster Marathon - Rhön- Radmarathon 2014

"Zu Pfingsten fährt man in Bimbach" so der Slogan der besonderen Radsportveranstaltung in der Rhön in Hessen. Heiter, bei 35 Grad waren ein Kriterium an diesem Pfingstsonntag- die 171km mit 2500 Höhenmetern die eigentliche Herausforderung!

Am Samstag konnte jeder sich noch entspannt auf diversen RTF- Strecken mit einigen einrollen, oder MTB CTF fahren. Ich bin die 76km RTF-Strecke mit 1500hm als Vorgeschmack gefahren und Olli hatte sich entschieden die MTB Tauglichkeit der Rhön zu testen und hat sich auf die MTB Strecke begeben.

Am Sonntag morgen war es dann soweit- mein persönliches Saisonziel: Bimbach Rhön Radmarathon. Durch viele Trainingsfahrten, diverse RTF- Wochenenden und ein Doppelwochenende im Harz fühlte ich mich sehr gut vorbereitet. Ausserdem hatte ich Olli an meiner Seite, der mir mit seiner Marathon und Berg Erfahrung ( Ötztaler Radmarathon 2012) natürlich eine mega mentale Hilfe ist und war. Dazu kam die gute Ausrüstung an meinem Rennrad ;-) Herzlichen Dank an Hübi für das Berg Marathon Sponsoring an mich. Der Laufradsatz war super!

Wir starteten entspannt um 7.30Uhr. Ich versuchte durchweg unter meiner Laktatschwelle zu fahren, was bei langen Steigungen natürlich zeitweise schwierig wurde. Trinken was reingeht- bei der Hitze ein entscheidenes Kriterium. Essen was geht- bei der Hitze schmeckt der Kuchen leider auch nicht mehr soo gut. Nach knapp 100km waren die dicken Berge geschafft und auf einer Abfahrt wurden Glücksgefühle in mir spürbar, als mir bewusst wurde das ich es schaffen würde- gut schaffen würde!- und Tränen der Rührung kullerten über mein Gesicht. Nach 7,5 Std. erreichte ich das Ziel guter Verfassung und war happy!

Bimbach zu Pfingsten ist eine Reise wert! Wir kommen wieder und vielleicht nehme ich mir dann die noch längere Strecke vor?! Neue Ziele und Herausforderungen warten auf mich und es gibt ja noch fast endlose Steigerungen in den nächsten Jahren. Vielleicht lassen sich ja noch der Ein oder Andere aus dem Team motivieren mal gemütlich auf die Langstrecke zu gehen. Gute Und günstige Pensionsgelegenheit haben wir- Camper haben in Bimbach sowieso freie Fahrt. ;-))))

Ein Bericht von Karen

Donnerstag, 19. Juni 2014

Vätternrundan - Wir sehen uns in Motala...

Am Freitag den 6. Juni machten Tanja und ich uns auf den Weg nach Sundsvall in Schweden um meine Cousine zu besuchen. Wir erlebten dort oben sehr schöne Tage. Doch dann war es soweit.
Am Donnerstag packten wir das Auto wieder um dann nach Motala zu fahren wo ich mein jahres Ziel erreichen wollte. Nach einer 8 stündigen Fahrt waren wir endlich angekommen und ich konnte meine Startunterlagen für die Vätternrundan abholen.

Nach einem kleinen Bummel über die Veranstaltungmeile haben wir uns dann auf den Weg gemacht zu unserem Hotel in Mjölby. Nach einer unruhigen Nacht war es endlich soweit, der Tag der Wahrheit war da. Nach einem schönen Frühstück habe ich mich entschlossen meine Beine ein wenig wach zu rütteln. Also habe ich mich auf mein Rad gesetzt und bin ein wenig planlos durch die Gegend gefahren. Nach 25 Kilometern und etwas Glück dass ich den Weg zurück gefunden habe waren meine Beine dann wach.

Da meine Startzeit erst um 22:58 war, entschlossen wir uns nach Motala zu fahren und dort noch ein wenig zu schauen. Und wie es sich mal wieder herausgestellt hat, ist die Welt manchmal ein Dorf. Als wir gerade die Meile verlassen wollten trafen wir noch eine Bekannte von Tanja die mir noch sehr gute Tipps für das Rennen geben konnte. Wieder im Hotel angekommen habe ich mich noch etwas hin gelegt, aber von schlafen war überhaupt gar keine Rede. Also habe ich mich langsam fertig gemacht damit wir rechtzeitig um 21:15 nach Motala fahren können. Ich hatte noch 20 Minuten bis ich starten durfte. Bis dahin starteten alle 2 Minuten eine Gruppe von 60 Fahrern. Ich war so aufgeregt dass mir schon schlecht war, aber dann ging es Gott sei Dank los und ich hatte erst einmal keine Zeit zum nachdenken.

Der Start verlief super und das Tempo der Gruppe war wie für mich gemacht, aber leider bin ich in einer Gruppe geraten die überwiegend aus Finnen bestand und ich kein Wort verstanden habe, aber egal Hauptsache Windschatten. Leider brach die Gruppe dann nach ca. 40 Kilometern auseinander da ein Teil der Fahrer in die Büsche musste. Von da an fuhren wir in einer Vierergruppe 7 Kilometer weiter bis zum 1. Depot. Dort angekommen habe ich mich natürlich sofort zum Buffet durchgeschlagen um mich zu orientieren was denn so im Angebot ist. Schnell ein süßes für Schweden typisches Brötchen und ein Tee genommen um dann die Regenjacke an zu ziehen weil es leicht angefangen hat zu regnen und weiter ging es, wie soll es anders sein... natürlich alleine. Kurz vor Jönköping ging es dann los mit den ersten richtigen Steigungen. In Jönköping nach 102 km gab es dann die erste etwas größere Pause mit warmen Essen. Es gab Köttbular mit Kartoffelbrei und Gurken. Langsam ging es dann auch los das ich meinen Hintern und meine Beine gemerkt habe, aber es hielt sich noch in Grenzen, aber dafür schien jetzt die Sonne. Und dann kam das schlimmste was ich je auf einen Rad erlebt habe. Es ging 157 Kilometer gegen den Wind mit vielen leichten Steigungen und wenig merkbaren Abfahrten. Ab Hjo schloss ich mich mit Simone und Elmar die ich unterwegs kennen gelernt habe zusammen und wir kämpften uns zu dritt weiter durch den Wind. Die Körner wurden immer weniger, die Motivation immer schwächer und die pausen immer länger. Man sah immer häufiger, dass Fahrer einfach abgestiegen sind und sich in den Graben gelegt haben weil sie einfach nicht mehr konnten. Wir hätten uns auch gut und gerne daneben legen können, aber wir entschlossen uns bis Karlsborg zu fahren und dort eine ausgiebige Pause zu machen.
Dort angekommen haben wir erst einmal etwas getrunken, gegessen und uns dann ins Gras gelegt und ein wenig die Augen zugemacht um wieder Kraft zu tanken. Ich glaube wenn wir uns nicht gegenseitig motiviert hätten, dann würden wir immer noch dort liegen. Also rauf auf den Sattel und die letzten 100 Kilometer in Angriff nehmen. Leider wusste man nicht wie man sich noch hinsetzen sollte, denn es gab keine Stelle am Hintern die nicht weh tat, besser gesagt es gab keine Stelle am Körper die nicht weh tat und ausserdem machte mir mein Magen zu schaffen. Aber es nützt ja nix da musste ich jetzt durch.

Ab Hammarsundet war es geschafft, wir hatten die letzten 40 Kilometer kein Gegenwind mehr. In Medevi dem letzten Depot 20 Kilometer vor dem Ziel, habe ich noch einmal sämtliche Reserven zusammen gesammelt um sicher ins Ziel zukommen. Eigentlich denkt man ja was sind denn noch 20 Kilometer, aber selbst bei diesen letzten Kilometern sieht man viele Fahrer am Straßenrand liegen, oder schieben was ich absolut nicht schlimm finde. Bei mir war es eher so dass es von Kilometer zu Kilometer leichter wurde weil ich nichts mehr gemerkt habe, da ich schon in diesen Zielrausch war und ich es einfach hinter mich bringen wollten. Und dann war es soweit. Die Zielgerade in Motala... Ich habe es geschafft. Mit Gänsehaut pur und Tränen in den Augen bin ich durch die Zeitmessung gefahren.

Kurz gesagt:

Das Rennen war härter als hart für mich. Ich bin bis an meine Grenze gekommen und noch weit darüber hinaus gegangen. Aber ich habe es geschafft und es war eine tolle Erfahrung, so toll das ich nächstes Jahr wieder in Motala starten werde.

Wer diese Erfahrung auch machen möchte der sollte es einfach probieren, es lohnt sich. Am Schluß möchte ich mich bei Tanja bedanken, dass sie das alles mit gemacht- und mich sehr unterstützt hat.



Ein Bericht von Mike "Motala" Kulow

Samstag, 14. Juni 2014

Sonntag startet die RTF Todtglüsingen um 10.00 h !!

An diesem Sonntag startet die RTF Todtglüsingen um 10.00 h.

Wer Lust und Zeit hat kann sich um 9.00 h am Aldi Parkplatz Sprötzer Weg für eine gemeinsame Anfahrt mit dem Rad treffen. Das Wetter soll gut werden und die Streckenauswahl ist sowieso unschlagbar.

Bis Sonntag und Kette rechts!

Mittwoch, 11. Juni 2014

Mädels Mittwoch

Da ich beruflich eher selten am Mädelstraining teilnehmen kann, freute ich mich, dass ich Urlaub hatte und hin konnte.

Am Treffpunkt angekommen, reihte sich eine vielzahl an Fahrer ein. Ich versuch mal: Daniela, Alex, Andrea, Dirk, Karen, Olli, Matthias, Rico und ausserdem noch Carsten, Dirk und eine Freundin von Karen.

Wir entschieden, Richtung Holm Seppensen raus. Wesel, Undeloh, Egestorf, Garlstorf, Toppenstedt, Tangenstedt, Holtorfsloh, Stelle, Horst, Lindhorst, Klecken, Eckel

Welche Orte wir genau durchquert haben, habe ich bei Daniela erfragt. Die gesamte Tour war für mich zu schnell und somit hab ich nix ausser Reifen und Poschis gesehen.

Hier meine Tour Daten:

78 km
27,5 km/h
2:51 Std
480 hm
Puls? Anschlag!

Lg Nadine

Samstag, 7. Juni 2014

Volkmar und Katja haben sich getraut!

 
 
Wir wünschen Euch alles Gute und Liebe für die weitere gemeinsame Zukunft!




Sonntag, 1. Juni 2014

6. Mallißer Radrennen

In Malliß hatten wir vom letzten Jahr noch unsere Top Platzierungen zu verteidigen. Also gab es keine Zweifel an unserer diesjährigen Teilnahme. Einzig Daniela meldete dieses Jahr aufgrund einer leichten Erkältung nicht und Jörn konnte in letzter Zeit krankheitsbedingt nicht trainieren und sagte ab. Also vertraten Christian und ich (Kay) unsere Farben.

Die Onlinemeldung wurde bei 80 Meldungen geschlossen. 20 Startplätze gab es noch vor Ort für Nachmeldungen. Und das Rennen war letztendlich mit 108 Startern besetzt. Und im Vergleich zum letzten Jahr nochmal hochklassiger besetzt. Die absoluten Favoriten vom RadMitte Strassenteam kamen mit 6 Fahrern, aber auch Team Hackmann univativ war mit 5 Fahrern vor Ort. Team TrengaDE war mit 3 Fahrern da und diverse gute Einzelfahrer. Kurzfristig konnte ich noch Fred Kerlin und Willow vom Team Bergamont für das Rennen begeistern. Daniela und Nadine kamen als Fans mit. Daniela kaufte sich Samstag abend extra noch eine neue Spiegelreflexkamera, um ordentlich Bilder zu machen.

Bei bestem Wetter standen wir am Start und wurden neutralisiert aus dem Ort geführt. Und auch sofort nach dem scharfen Start ging es los. Es musste konzentriert gefahren werden, weil stetig die latente Gefahr bestand, dass sich doch eine Gruppe lösen konnte. Wir waren aber ständig auf der Höhe und vorne gut positioniert. Besonders nach der Steigung galt es auf die Zähne zu beißen und seinen Platz in der Gruppe zu behaupten.

In der dritten Runde wurde eine Bergwertung ausgefahren, die sich ein Fahrer des RadMitte Strassenteam holen wollte. Da ich damit rechnete, dass sich aus dieser Tempoverschärfung eine Gruppe lösen konnte hielt ich voll mit rein und ging tief in den roten Bereich. Bei der Start/Ziel Durchfahrt rief Fred mich dann aber an sein Hinterrad, so dass ich in der Gruppe bleiben konnte.

Nach der vierten Runde löste sich eine Vierergruppe mit Daniel Rhein, Fred Kerlin, Oliver Prochnow und einem Fahrer von RadMitte. Die Gruppe sah am Anfang vielversprechend aus aber nicht alle Fahrer waren bereit mitzuarbeiten, so dass sie doch wieder gestellt werden konnte. Und somit wurde dann 6 Kilometer vor dem Ziel generell das Tempo nochmal erhöht und wir konnten uns alle vorne gut behaupten.

Es ging dann noch einmal den Berg hinauf. Gerade als das Tempo komplett verschärft wurde machten sich die Fahrer des RadMitte Strassenteam komplett breit und ein Fahrer wechselte auf den Fussweg und gab Vollgas. Eigentlich ein Grund zur Disqualifikation und absolut unsportlich. Zum Glück konnte auch dieser Fahrer noch gestellt werden. Ich war komplett an meinem Limit, Christian befand sich knapp hinter mir. Fred Kerlin konnte seine Stärke ausspielen und erreichte den 3. Platz. Ich erreichte den 6. Platz meiner Altersklasse. Christian kam als 11. ins Ziel.

Weitere Fotos laden wir in den nächsten Tagen immer wieder in unser Album bei Facebook. Wir hoffen, dass in den nächsten Tagen auch die Ergebnisse hier zu finden sein werden. Das war ein klasse Rennen und hat riesen Spaß gemacht in dem Fahrerfeld.

Und natürlichen großen Dank an Daniela und Nadine, die uns vom Streckenrand unterstützt haben!

Donnerstag, 29. Mai 2014

Vorschau - 6. Mallißer Radrennen

Bildquelle Anja Krause
Wir freuen uns auf Sonntag, wenn es wieder nach Malliß zur sechsten Austragung des Radrennens geht. 2013 konnten wir sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen das Rennen mit gestalten. Hier findet Ihr den Bericht aus dem letzten Jahr.

Bildquelle Anja Krause
Die Teilnehmerliste für 2014 verspricht auch wieder ein sehr hochklassiges Rennen. Im Gegensatz zu den Vorjahren war das Kontingent der Onlinemeldungen mit 80 Startern komplett ausgeschöpft. In dem Rennen ist mit unseren Freunden vom Team Hackmann univativ zu rechnen, die mit einer Mannschaft an den Start gehen wird, die sicherlich eine volle Unterstützung ihrer Topfahrer Oliver Prochnow (Sieger 2012) und Thorsten Klassen gewährleistet. Neben anderen Mannschaften sind auch sehr gute Einzelfahrer mit Maik Böse, Fred Kerlin & Willow (Team Bergamont) und natürlich der Vorjahressieger Daniel Rhein am Start. 

Für unser Team Mainplan starten Christian und ich (Kay) auf der 10 km Runde, die 5x zu umrunden ist. Dabei ist der Alaunsberg sicherlich wieder der Scharfrichter im Fahrerfeld.

KETTE RECHTS!

Sonntag, 25. Mai 2014

5. RTF Vossy des TVV Neu Wulmstorf

Bildquelle Helmuts-Fahrrad-Seiten
Nach dem letzten Wochenende in Berlin hatten wir uns ohne Zweifel bestes Wetter verdient. Und so kam es auch. An unserem Treffpunkt in Buchholz wird sicherlich nicht viel los gewesen sein. Die inzwischen 5. RTF Vossy gehört schon durch ihre Nähe, aber auch die perfekte Organisation und sympathischen Helfer zu unseren Terminen. Schade, dass es dieses Jahr mit der RTF Blankeneser Rundtörn terminlich kollidierte. So haben sich beide RTFs die Teilnehmer weggenommen.

Bildquelle TVV Neu Wulmstorf
Bei bestem Wetter standen Daniela, Ilona, Andrea, Dirk, Bernd, Mike, Sven, Thomas Hü. und ich (Kay) am Start. Die Runde über 121 km und 77 km sollte es werden. Und es war mal wieder eine richtig tolle RTF. In der ersten Gruppe formierte sich gleich eine homogene Gruppe zusammen mit starken Fahrern der HRG, Team Bergamont, versch. Einzelfahrern und Hübi, Sven und mir. Die Gruppe wurde zwar mit jedem Kontrollpunkt kleiner, aber die starken Fahrer blieben zusammen. Auf den letzten 10 Kilometern löste ich mich nochmal zusammen mit einem sehr starken Fahrer aus Stade und Willow aus der Gruppe und erhöhte die Intensität.
Diese RTF hat mir seit langem mal wieder richtig Spaß gemacht. Alle in der Gruppe waren klasse Radfahrer. Entsprechend war auch unser Tempo mit einem fast 39er Schnitt ziemlich hoch.

Die anderen starteten erstmal bis zur ersten Kontrolle zusammen und trafen dort noch Dirk und Andrea auf ihrem Tandem. Daniela und Ilona wurde an einer Kontrolle noch von einem anderen Teilnehmer zu dem Erfolg in Berlin gratuliert. Das hat die beiden sehr gefreut, dass es über das Team hinaus Anerkennung gab. Längere Strecken fuhren Ilona und Daniela auch alleine, und kamen trotzdem auf einen fast 31er Schnitt. Die Form stimmt. An der letzten Kontrolle erhielten sie Unterstützung durch Lederstrumpf, der sich vor die Gruppe spannte und mit ins Ziel kam.

Bildquelle TVV Neu Wulmstorf
Im Ziel saßen wir noch bei Erdinger, Wurst und Kaffee & Kuchen zusammen und freuten uns mit Hübi, der sich auf seinem neuen Rad pudelwohl fühlte.  :-)

Der Veranstalter hat reichlich Fotos gemacht. Sobald diese veröffentlicht werden, werden wir ein paar Bilder verlinken. Nächsten Sonntag wollen dann ein paar Fahrer wieder Rennen fahren. Dafür war es heute eine gute Belastung für die Beine.

Mehr Bilder gibt es bei Facebook.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Ein letzter Gruß

Am Samstag, den 10.5.2014 ist Nils Christiansen verstorben.

Nils war im September 2008 bei einem Lizenzrennen auf der Panzerringstraße in Hamburg Fischbek gestürzt und hat sich dabei schwere Kopfverletzungen zugezogen.
Seit diesem Tag lag Nils im Wachkoma, aus dem er nie wieder aufgewacht ist.
 Wir alle werden Nils so in Erinnerung behalten, wie wir ihn kannten: als leidenschaftlichen Radsportler und guten Teamkameraden.
Unsere Gedanken sind auch bei der Familie von Nils, denen wir unser aufrichtiges Beileid aussprechen.

Dienstag, 20. Mai 2014

Team Mainplan Girls gewinnen die Teamwertung des Garmin Velothon Berlin

Mit den Top 10 Platzierungen von Daniela und Ilona und Kämpfernatur Nadine, die trotz Sturz noch ins Ziel gefahren ist, konnten sich unsere Team Mainplan Girls auch noch den 1. Platz der Teamwertung des Garmin Velothon in Berlin holen.
 
So sehen Sieger aus !

Herzlichen Glückwunsch zur Goldmedaille!

Berlin...

Ich hatte lange auf Berlin hingefiebert. Lange an dem neuen Rad rumversucht. Sitzposition... Schaltung... passt auch alles...

Berlin sollte kommen.

Während wir am Samstag super tolles Wetter hatten, sollte es sich am Sonntag tatsächlich nach Vorhersage verhalten. Es regnete schon um 5:30 Uhr beim Aufstehen. Pünktlich um 7:15 war ich im Startblock E angekommen. Ich beschloss erstmal die Winterjacke anzulassen und knapp vorm Start erst abzulegen und Thomas, meiner Begleitung zu geben. Schon im Startblock wurde man richtig schön nass. Ich hatte vor mir 2 Damen, die ich dazu auserkoren hatte, dass die vorerst mein Windschatten sein sollten. Doch die Dame(sie stand 30 min mit mir im Startblock) stellte 60 sec vor Startschuss fest: oh nein. Ein Platten. Ne dann fahren wir nicht. Na toll.....

Ich fuhr erstmal recht flüssig los und amüsierte mich lange im Grunewald über eine schäumende Hose... zuviel Seife war doof bei dem Wetter. Aber es regnete unaufhörlich weiter. Ich war komplett durchnässt, aber erstaunlicher Weise, fror ich zu keiner Zeit von Startlinie bis zur Ziellinie. (An dieser Stelle: Danke Kay und Thomas)

In einer Linkskurve kam ich dann mit einer Gruppe von ca 10 Leuten zu Fall. Ich landete Gott sei Dank oben und somit blieb ich, bis auf ein Lenker im Rücken, verschont.
Rad ok und weiter.... Danach ging es wieder flüssig, aber für mich sportlich weiter. Tempelhof kam und rauf , kurz Klönschnack und wieder weg. Super.... ging wie ne 1.

Nach Tempelhof raubten mir bremsen, abbiegen und anfahren echt die letzten Kräfte und da machte sich mein Knie und der frisch verletzte Bänderriss im Fuß bemerkbar. Egal.... Ich sagte mir selber: du fährst das ding jetzt durch. Reiss dich zusammen.

Als ich dann irgendwann die Siegessäule gesehen habe, hätte ich vor Glück heulen können. Ich hatte es tatsächlich geschafft. Ich hab dem Wetter getrotzt und ein für mich grandioses Ergebnis erzielt. Ich bin ich stolz auf meine beide Mädels die aus Block A gestartet sind, dass so tolle Plätze eingenommen wurden und wir somit die Team Wertung gewonnen haben.
Ich hab dieses zu keinem Zeitpunkt für möglich gehalten. Und ich war endlich wieder mit dabei.

28 km/h
2:15:35 std
Platz 254  Ak 90

Berlin, ich komme wieder....

Ein Bericht von Nadine

RTF "Rund um Lüneburg"

Vor 2 Jahren bin ich bei dieser RTF das erste Mal gestartet, und hatte sie daher noch in guter Erinnerung.
Für mich landschaftlich eine der schönsten Veranstaltungen dieser Art bei uns im Norden.

Auch die einzelnen Streckenabschnitte wurden von den beiden Veranstaltern, RSC Lüneburg und VfL Lüneburg, so zusammengestellt, dass sie sowohl sehr verkehrsarm als auch überwiegend hervorragend befahrbar sind.
Der Blick auf die Höhenmeter der 120 km Distanz ist für norddeutsche
Verhältnisse allerdings nicht alltäglich - knapp 800 sind zu überwinden, darunter eine knackige Steigung von 10%.

Wie per Rundmail angekündigt, trafen sich am Sonntag kurz vor 9 Uhr
Karen, Olli G., Matthias G. und ich (Michael) auf dem Schulgelände des
Johanneums.

Da jeder von uns die 120 km unter die Reifen nehmen wollte, starteten
wir gemeinsam. Und es gab ein Motto, ausgesprochen von einem Teammitglied - "wir wollen nicht bummeln". :-)

Eine solche Ansage verpflichtet natürlich, und so war es keine
Überraschung, dass wir bis zur ersten Verpflegungsstelle mit einem 33er Schnitt unterwegs waren.

Dem für mich hohen Tempo musste ich dann im weiteren Verlauf nach etwa
50 km Tribut zollen, an einer Steigung fiel ich zurück. An dieser Stelle
nochmal Dank an alle - klasse, dass ihr auf mich gewartet habt.

Irgendwo dann auf der Elbuferstraße plötzlich ein Ruf von hinten -
"Moin". Sven zog an mir vorbei.

Ab der zweiten Kontrollstelle waren wir jetzt also zu fünft, und es
wurde ein neues Motto verkündet: Ruhig den letzen Abschnitt zurücklegen.

Das kam mir sehr entgegen, denn irgendwie fühlte ich mich geschlaucht.
Aber weil das Tempo jetzt etwas gemässigter war und ich mich "hinten"
verstecken konnte, war es auch zu verkraften, dass wir am letzten Kontrollpunkt keinen Stopp machten.

Leute, dass hat heute Spaß gemacht mit Euch !

Tourdaten: 116,15 km; 784 Hm; Schnitt 29,7 km/h

Ein Bericht von Michael

Montag, 19. Mai 2014

Ein Rennen mal anders

Nach einem wunderschönen Samstag in Berlin wurde der Sonntag noch nicht einmal halb so schön.

Es fing mit einer katastrophalen Nacht an, in der ich so gut wie gar nicht geschlafen habe. Was soll ich sagen, ist halt nicht das eigene Bett. Als ich dann Morgens rechtzeitig aufgestanden bin, wollte ich sofort in das Badezimmer gehen um die Dusche aus zu stellen. Als ich gemerkt habe dass es nicht die Dusche ist, habe ich schon böses geahnt und bin zum Fenster gegangen und habe dieses geschlossen. Da haben sich auch meine Befürchtung bestätigt, es hat geschüttet wie aus Eimern.

Trotz dessen habe ich mich angezogen und bin zum Frühstück runter gegangen. Beim Frühstück entschied Dirk S. sich dass er das Rennen nicht mit fahren wird, was ich sehr vernünftig von ihn fande. Einen Augenblick lang habe ich auch darüber nachgedacht nicht zu starten, weil einfach die Gefahr zu hoch ist das mir etwas passiert so dass ich die Vätternrundan in Schweden nicht fahren kann. Aber ich habe mich dann doch entschieden zu starten und mich schön aus allem rauszuhalten. Rechtzeitig trafen Olli, Uwe, Ilona und ich uns in der Hotellobby um gemeinsam zum Start zu fahren. Im Sartblock angekommen, was soll ich sagen, war ich im Prinzip schon nass. Ich musste dann natürlich wie bei jedem Rennen noch einmal aufs Dixie, was auch gar nicht so schlecht war, denn dort konnte ich in aller Ruhe mein Runtastic auf dem Handy starten ohne dass das Handy absäuft. Und dann ging es Gott sei Dank auch schon los. Wie ich schon im Hotel gesagt habe, habe ich mich aus allem raus gehalten und bin jedem Blog und jeder Gruppe ferngeblieben. Aus diesem Grund kann ich auch nicht viel von einem Rennerlebnis berichten, nur dass sich 3 mal vor mir welche gegenseitig abgeschossen haben. Ich bin die Strecke so gefahren als wäre es eine RTF  und habe es als psychisches Training für Schweden genommen. Ich bin der Meinung das war genau das richtige.

Im Ziel angekommen habe ich noch Nadine getroffen die mein vollsten Respekt hat für diese Leistung. Dann gab es noch das Belohnungs Bier und anschließend ab ins Hotel. Als ich die Schuhe ausgezogen habe sprangen mir schon die Forellen entgegen, die ich natürlich gleich unten in der Küche abgegeben habe, um sie später als "Müllerin Art" essen zu können.

Nach einer schönen heißen Dusche haben wir dann die Sachen gepackt, die Fahrräder auf dem Träger verstaut und haben die Heimreise angetreten.

Es war mal wieder ein sehr schönes Wochenende mit Tanja und dem Team in Berlin.

Ein Bericht von Mike

Sonntag, 18. Mai 2014

Garmin-Velothon-Berlin 2014 - oder die Wasserschlacht in der Bundeshauptstadt

Das Wochenende stand für eine große Gruppe Mainplaner/innen und zum Teil auch ihren Familien ganz im Zeichen des Garmin-Velothon-Berlin. Gerade für uns Mädels hat dieses Rennen in der Hauptstadt schon Tradition. Wir reisten bereits Freitag und Samstag an und nach Abholung der Startunterlagen trafen wir uns alle zu Kaffee und Klönschnack am Brandenburger Tor. Das Wetter war geradezu herrlich, die Stimmung euphorisch - doch das sollte sich schon bald ändern...

Morgens um 5 Uhr wurden wir bereits vom platternden Dauerregen im Hotel geweckt. Die Hoffnung, es könnte vielleicht zum Start hin wieder aufhören machte Kay zunichte. Beim gestrigen Briefing der Guides (Kay war zum wiederholten Male als Guide am Start) wurde bereits vor dem schlechten Wetter gewarnt.
Nichtsdestotrotz machten sich die hartgesottenen Mainplaner/innen fertig zum Start. Lediglich Dirk sagte seinen Start ab, wofür wir alle großes Verständnis hatten!

Bereits im Startblock lief einem das Wasser aus den Schuhen wieder heraus. Regenjacke anlassen oder ausziehen - es schien sowieso egal zu sein.
Pünktlich um 7.45 wurde der Startblock A auf die nasse Reise geschickt und somit ging das Rennen für Ilona, Olli, Uwe und mich (Daniela) los.

Ilona nahm gleich richtig Fahrt auf - da war nichts mit locker Einrollen und ich hatte Mühe an ihr dranzubleiben. Nach den ersten 2 oder 3 Kilometern schoss links von uns ein Mainplaner vorbei. Olli - der hatte scheinbar Größeres vor und zog von dannen. Hinter uns Mädels fuhr noch Uwe, der sich jetzt nach vorne setzte und uns mit der großen Gruppe mitzog. So lief es bis zum Grunewald für mich bereits am Pulsanschlag. Es gab aber keinerlei kritische Situationen auf den nassen Straßen und man gewöhnte sich langsam an die Nässe. Trinken brauchte man wenig - es kam genug Wasser von allen Seiten :-)

Im Grunewald kam es dann so, wie ich es befürchtet hatte - ich musste Rennfuchs Ilona und Uwe ziehen lassen. Immer wieder sehr ärgerlich für mich, dass ich an den kleinsten Steigungen abreissen lassen muss. Heute plagten mich zu allem Überfluss dann auch noch beidseitige Wadenkrämpfe, so etwas kannte ich bisher gar nicht.

Egal, Gruppe weg, auf die nächste warten. Und warten und weiterfahren...wo bleiben die denn? Endlich kam von hinten ein einzelner Fahrer angefahren, an dessen Hinterrad ich mich nach einer gefühlten Ewigkeit klemmen konnte. Tempo war gut und gleichmäßig und so zogen wir von dannen.
Im letzten Drittel des Rennens war auf einmal Rico neben mir mit einer größeren Gruppe, in der auch Kay als Guide auftauchte - endlich ging es wieder zügiger voran. Mittlerweile ging es mir und meinen Waden wieder besser und das höhere Tempo konnte ich gut mitgehen. Den Flughafen ließen wir schnell hinter uns und so ging es auf die letzten Kilometer.
3 Kilometer vor dem Ziel gab es direkt vor mir für mich den ersten Sturz. Zum Glück konnte ich nach rechts ausweichen und es waren "nur" 2 Fahrer. Das war die einzige kritische Situation, die ich mitbekommen habe.

Nach 1:51 Std. war ich dann endlich im Ziel und kann sagen - mehr ging nicht!

Da ich an dieser Stelle lediglich von meinen Impressionen berichten kann, hier noch einmal ein ganz großer Applaus an Nadine.
Nadine ist nach monatelanger Rennradabstinenz durch eine schwere Knieverletzung erst seit kurzer Zeit wieder "on the road". Und um das Ganze noch zu toppen, zog sie sich Dienstag einen frischen Bänderriss im Knöchel zu. Ohne ihre Teilnahme heute bei widrigen Bedingungen, noch dazu mit einem Sturz im Grunewald - und ihren Kampfgeist hätten wir keine Teamwertung zustande bekommen, geschweige denn gewonnen!

Auch alle anderen Mainplaner sind heil im Ziel angekommen und wir sind alle froh darüber! Vielleicht gibt es ja noch einen Bericht?

Unsere Platzierungen laut Regelment (noch inoffiziell):

Ilona: Platz 4 Gesamt, AK 3
Daniela: Platz 6 Gesamt, AK 2
Nadine: Platz 254 Gesamt, AK 90
Rico: Platz 286, AK 88
Olli S.: Platz 333, AK 109
Uwe: Platz 444, AK 148
Mike: Platz 2953, AK 904
Olli H.: Platz 210, AK 75
Jörn: Platz 286, AK 98